Wühlmäuse vertreiben

Viele Gärtner kennen dieses Szenario: Über Wochen wurde der Rasen angepflanzt, gehegt und gepflegt, Kindern wurde der Zutritt verboten – damit am Ende ein schöner grüner Teppich, ohne Löcher und Moos, den Garten ziert. Vielleicht hat der eine oder andere sogar teuren Rollrasen bestellt, um dem Ziel eines englischen Rasens näherzukommen.

Doch dann das: Zwischen dem satten Grün tun sich immer wieder kleine Erdhaufen auf. In unregelmäßigen Abständen entstehen etwa faustgroße Löcher. Keine Frage: Hier treiben Wühlmäuse ihr Unwesen. Nun gilt es, schnell zu handeln, bevor die kleinen Nager sich unkontrolliert vermehren.

Möglichkeiten der Vertreibung

Die Möglichkeiten, Wühlmäuse zu bekämpfen, sind sehr vielfältig. Sie können die Tiere vertreiben, lebend fangen und weit entfernt wieder freilassen oder sie töten. Unter diesen Mitteln gegen Wühlmäuse gibt es wiederum sehr viele Optionen.

Lebendfallen sind sehr effektiv und haben den Vorteil, dass die Tiere nicht getötet werden. Ein Nachteil ist aber, dass sie regelmäßig kontrolliert werden müssen, damit gefangene Tiere nicht verenden. Im schlimmsten Fall kann Ihnen Tierquälerei unterstellt werden, wenn Wühlmäuse in Ihren Fallen verenden. Daher sind Lebendfallen nur für den Garten am eigenen Haus, nicht aber für den Schrebergarten, den man nur einmal wöchentlich besucht, eine Option.

Fallen, die die Tiere töten sind eine andere Möglichkeit. Das hat natürlich den Vorteil, dass die Tiere wirklich verschwinden. Der Nachteil ist aber das Töten selbst und die Methoden, die zum Teil auch nur zu Verletzungen und Qualen des Tieres führen können. Wühlmäuse haben mitunter einen beträchtlichen Paarungsdrang und vermehren sich dann rasant. Falls Sie die Plage also erst spät registrieren, kann dies bedeuten, dass Sie die nächsten Wochen Dutzende bis Hunderte Mäuse erledigen müssen, um endlich wieder Ruhe zu haben. Zudem besteht bei den tötenden Fallen immer die Gefahr, dass doch ein Maulwurf in die Falle geht. Hier sollten Sie die rechtlichen Bestimmungen und Gesetzgebungen unbedingt noch einmal beachten!

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Trotz der Schäden, die sie anrichtet: Die Wühlmaus sieht meist niedlich aus.

Selbiges gilt für den Einsatz von Gift und Gasen. Auch diese sollten zugelassen sein, was kommunal unterschiedlich sein kann. Informieren Sie sich daher unbedingt beim zuständigen Umweltamt, ob das von Ihnen gewählte Mittel tatsächlich mit den kommunalen Gesetzen vereinbar ist.

Beides, also sowohl der Einsatz von Gift als auch von Gas, gibt aber auch keine Garantie, wirklich zu wirken. Sowohl Gase als auch Gift müssen nicht zwangsweise wirksam sein.

Giftköder werden von Wühlmäusen oft verschmäht oder gelagert. Bei Lagerung kann der Giftköder seine Wirkung verlieren und ungiftig werden. Gase können verfliegen und sind zum Teil nicht dauerhaft wirksam. Die Hausmittel, die es zur Genüge überall zu finden gibt, sind bisher in keinem Fall bestätigt oder zu 100 Prozent zuverlässig.

Unser Tipp für Sie: Man muss die Wühlmäuse nicht unbedingt töten, um sie loszuwerden.

Ihre Optionen

Eine sehr gute und bewiesen wirkungsvolle Methode zur Bekämpfung der Wühlmäuse ist der Einsatz von Buttersäure. Bei dieser Methode greift die Natur ein. Die Wühlmäuse werden dank ihres ausgeprägten Geruchssinns dauerhaft vertrieben.

Die Buttersäure scheint auch das einzige Mittel zu sein, dass wirklich zuverlässig gegen die Nagetiere wirkt, zumindest sprechen sämtliche Erfahrungsberichte und Beiträge für den Einsatz dieser chemischen Flüssigkeit.

Wichtig ist, dass Sie mit der Bekämpfung der Wühlmäuse nicht unnötig lange warten oder erst experimentieren. Von alleine werden die Nagetiere nicht verschwinden, vielmehr vermehren sie sich rasend schnell. In den kalten Monaten im Jahr haben sie die besten Chancen für ein erfolgreiches Vorgehen gegen die haarigen Schädlinge.