Fallen

Im Gegensatz zu den Hausmitteln sind Fallen eine wesentlich effektivere Methode zur Bekämpfung von Wühlmäusen.

Was muss man beim Anwenden von Fallen beachten?

Eine Falle kann nur wirksam sein, wenn sie richtig angewandt wird. Und da gibt es – unabhängig davon, um welche Falle es sich handelt – einiges zu beachten:

  • Wichtig ist, dass Sie systematisch vorgehen. Das heißt, dass jeder belebte Gang mit ein oder zwei Fallen bestückt werden muss.
  • Die Wühlmausfallen werden in jede Gangöffnung eingepasst.
  • Die Fallen müssen immer kontrolliert werden, in den meisten Fällen sogar mehrmals täglich. Zudem müssen sie immer wieder neu aufgestellt werden, bis man keine Tiere mehr fängt.
  • Neue Fallen müssen entweder vor der Benutzung gründlich gereinigt werden oder sie werden über einige Tage draußen gelassen, damit der fremde Geruch verfliegt. Wühlmäuse sind, wie bereits erwähnt, sehr geruchsempfindlich. Es empfiehlt sich daher, die Fallen mit Handschuhen anzufassen und neue Fallen immer mit Erde abzureiben, bevor sie genutzt werden. Wühlmausfallen aus Metall sind zudem meist mit einer dünnen Ölschicht belegt, die mit geruchsneutralem Reinigungsmittel vorab entfernt werden sollte.
  • Die Fallen werden in den meisten Fällen vor den freigelegten Gang gesetzt, sobald sie beködert und gespannt sind. Der Gang sollte im Anschluss lichtdicht wieder verschlossen werden.
  • Bei Lebendfallen ist es wichtig, dass die Tiere weit weg gebracht und freigelassen werden, damit sie nicht zurückkommen.
  • Übrigens: Fallen mit Ködern, zum Beispiel Sellerie oder Möhren, sind erfolgreicher als Fallen ohne Köder.

Kastenfallen

kastenfalle

Die Lebendfalle muss regelmäßig kontrolliert werden, damit das Tier darin nicht kläglich verendet.

Die Kastenfalle gilt als beste Lebendfalle. Sie funktioniert über einen Mechanismus, der die Tür mit einer Metallfeder schließt, wenn das Tier in der Falle ist. Dabei bleibt das Tier am Leben. Es ist jedoch dennoch wichtig, regelmäßig zu kontrollieren, ob ein Tier in die Falle gegangen ist. Wird z.B. der Schwanz der Maus in die Tür eingeklemmt, leidet es stark. Der Vorteil der Lebendfalle wäre damit nivelliert.

Vorteile

  • Lebendfalle
  • Aus Tierschutzgründen zu bevorzugen
  • Keine Gefahr, dass Maulwürfe zu Schaden kommen
  • Relativ preisgünstig
  • Robuste Konstruktion

Nachteile

  • Haben nur einen Eingang, weshalb in jedem Gang zwei Fallen aufgestellt werden müssen
  • Aufwendig in der Installation

Schussfallen

Durch Schussfallen werden die Tiere nicht erschossen. Sie lösen bei Berührung einen Überdruck im Gangsystem aus, der die Lunge der Wühlmäuse zerstört.

Vorteile

  • Effektiv und zuverlässig
  • Tierschutzgerechte Tötung der Wühlmäuse

Nachteile

  • Hohe Anschaffungskosten
  • Handhabung birgt Gefahren
  • Folgekosten hoch, weil Platzpatronen immer nachgekauft werden müssen

Röhrenfallen

Röhrenfallen sind Lebendfallen, die ins Gangsystem eingesetzt werden. Die eingebauten kleinen Türen sind nur nach innen zu öffnen

Vorteile

  • Einfach im Aufbau und der Handhabung
  • Günstige Anschaffungspreise

Nachteile

  • Müssen ständig kontrolliert werden, damit Tier nicht verendet
  • Verletzungsgefahr beim Freilassen der Wühlmäuse

Zangenfalle

Bei der Zangenfalle wird die Wühlmaus beim Erreichen des Köders von zwei Zangen an den Seiten getötet. Ähnlich wie die Zangenfalle funktioniert die Bayerische Drahtfalle.

Vorteile

  • Günstig in der Anschaffung
  • Einfach zu handhaben

Nachteile

  • Muss innerhalb des Gangs eingesetzt werden
  • Gefahr, dass Tier nur verletzt wird und langsam verendet
  • Falle muss regelmäßig kontrolliert werden

 

Federfallen

klassische-federfalle

Die klassische Falle eignet sich lediglich bedingt für den Einsatz gegen die Wühlmaus.

Diese Fallen werden mit starken Federn gespannt. Der Mechanismus tötet die Maus, wenn sie die Falle betritt. Diese Art der Falle ist auch als die klassische Mausefalle bekannt. Wichtig ist, dass man beim Aufstellen darauf achtet, eine Abdeckung für die Falle zu gewährleisten. Anderenfalls können auch Vögel oder Haustiere versehentlich gefangen werden.

Vorteile

  • Sehr einfach in der Anwendung
  • Nutzer sieht anhand der Stellung des Spannhebels, ob Falle ausgelöst wurde

Nachteile

  • Gefahr, dass Tier nur verletzt wird und langsam verendet
  • Anwendung in Wühlmäusgängen schwierig

Wühlmäuse bekämpfen mit Gift

Beim Bekämpfen der Wühlmäuse mit Gift handelt es sich meistens um den Einsatz von Giftködern. Diese sind nur sinnvoll eingesetzt, wenn die kalten Monate anstehen. Denn in den warmen Monaten finden die Wühlmäuse noch genügend Nahrung und könnten die Köder verschmähen.

Vorteile

  • Effektiv bei richtiger Anwendung

Nachteile

  • Gift muss zugelassen sein
  • Giftköder nur in kalten Monaten sinnvoll, wenn Mäuse nicht genug Nahrung finden
  • Nicht immer günstig
  • Tiere verenden qualvoll
  • Man kann nicht kontrollieren, ob es funktioniert hat

Wühlmäuse bekämpfen mit Gas

Das Bekämpfen der Wühlmäuse mit Gas wird im Fachjargon Begasen genannt. Diese Form der Schädlingsbekämpfung sollte nur von Fachleuten durchgeführt werden, da sie gefährlich für die eigene Gesundheit sein könnte. Zudem sind Spezialgeräte von Nöten. Beim Begasen werden mittels dieses Spezialgerätes in der Regel Kohlenmonoxid- oder Phosphorwasserstoffgase in das Gangsystem der Wühlmäuse geleitet, die das Tier töten sollen. Die Methode wirkt, weil die Gase schwerer sind als Luft und auch in tiefer gelegene Gangsysteme eindringen können.

Vorteile

  • Gase gelangen auch in tiefer gelegene Gänge, entweichen nicht an die Oberfläche
  • Effektiv
  • Schnelle Lösung

Nachteile

  • Sollte nur von Fachleuten durchgeführt werden
  • Preisintensiv

Sollten Fallen und Gift nicht mit Ihrem Gewissen vereinbar sein, können Sie versuchen, Buttersäure oder Karbid gegen die Wühlmäuse einzusetzen.