Häufig gestellte Fragen

Kann man dem Befall von Wühlmäusen auch vorbeugen?

Besonders, wenn man ein Haus neu bezieht oder sich einen Garten zulegen möchte, hat man durchaus die Möglichkeit, Wühlmäusen vorzubeugen. Im ersten Schritt könnten Sie sich vorab bei Nachbarn oder ehemaligen Grundstücksbesitzern erkundigen, ob es Wühlmäuse in dem Gebiet gibt. Sie können Ihren Garten entsprechend umgestalten und sozusagen Wühlmaus-unfreundlich machen. Rund um den Garten können Sie hierfür engmaschigen Maschendraht eingraben. Die Maschenweite sollte 12 Millimeter nicht überschreiten.

Die Barriere sollte mindestens 40 bis 50 Zentimeter unter die Erde gebracht werden. Da die Wühlmäuse in der Regel oberirdisch in Gebiete einwandern, ist auch eine oberflächliche Barriere notwendig. Auch Obstbäume und Ziergehölze können Sie vorbeugend vor den Nagetieren schützen. Das funktioniert zum Beispiel mit Drahtkörben, die um die Stämme herum angebracht werden. Diese sollten ebenfalls unterirdisch mindestens 40 Zentimeter tief eingegraben werden. Somit ist auch die Wurzel ausreichend geschützt.

Wie kann ich Wühlmäuse im Garten erkennen?

In unserem Vergleich zum Maulwurf haben wir bereits darauf hingewiesen, welche Unterschiede sichtbar sind und wie man Wühlmäuse im Garten erkennen kann. Anzeichen für Wühlmäuse sind immer flache, unauffällige, teilweise auch längliche Erdhaufen an der Oberfläche. Oftmals findet man darin auch Pflanzenreste und Wurzeln. Ebenfalls deutliche Zeichen für Wühlmäuse sind Stellen im Boden mit aufgeweichter, nachgebender Erde, aufgebrochene Erdgänge und ovale Tunneleingänge unter den Erdhaufen.

Die Wände der Tunnel von Wühlmäusen sind oft genagt, so dass man deutlich die Zahnabdrücke der Mäuse erkennen kann. Auch rillenförmige Fraßspuren an Baumrinden, Pflanzenteilen oder Wurzeln sind ein deutliches Zeichen für Wühlmäuse.

Wie funktioniert die Befallsermittlung?

Wir sind bereits darauf eingegangen, dass eine sogenannte Befallsermittlung notwendig ist, um zu erkennen, ob ein Maulwurf aktiv ist oder eine Wühlmaus ihr Unwesen treibt. Die Befallsermittlung wird im Volksmund Verwühlprobe genannt. Neben den Erdhaufen können Sie mit einem Stab abtasten, ob kreisförmige Bahnen vorhanden sind. Wenn Sie mit dem Stab abtasten, werden Sie merken, ob ein Gang vorhanden ist, da der Stab an dieser Stelle ruckartig einsinkt.

Die Gänge der Wühlmäuse sind recht oberflächlich direkt unter dem Boden angelegt. Ist ein Gang gefunden, müssen Sie ihn mit einem Spaten auf eine Länge von ungefähr 30 Zentimetern freilegen. Mit einem Grabemesser oder ähnlichem sollten Sie die Öffnungen vorsichtig von der Erde befreien. Sie können an die Gangöffnungen jeweils Köder legen, zum Beispiel Sellerie oder Möhren. Ist eine Wühlmaus aktiv, wird sie den Gang so schnell wie möglich wieder schließen, und im besten Fall den Köder fressen oder annagen. Ist ein Maulwurf vor Ort, schließt er den Gang nicht, sondern unterwühlt das geöffnete Gangsystem.

Wann ist die beste Zeit zur Bekämpfung?

Prinzipiell können Sie die Wühlmäuse das gesamte Jahr über bekämpfen. Empfohlen wird jedoch die Zeit zwischen Herbst und Frühling, da diese Zeit die größten Erfolgsaussichten mit sich bringt. Wühlmäuse sind zwar ganzjährig aktiv und halten keinen Winterschlaf, aber außerhalb der Saison finden sie auch weniger Nahrung. In den kalten Monaten werden Köder somit viel besser angenommen.

Bei der Bekämpfung in den Wintermonaten haben Sie zudem den Vorteil, dass sich die Tiere in dieser Zeit nicht vermehren und somit auch keine Plage droht. Ebenfalls gut zur Schädlingsbekämpfung sind Spätherbst, wenn es noch keinen Bodenfrost gibt sowie das Frühjahr, bevor sich die Tiere paaren.

Wie viele Fallen brauche ich für meinen Garten?

Fakt ist, mit einer Falle kommen Sie nicht weit. Es gibt eine Regel, die Ihnen hilft, die beste Anzahl an Fallen für Ihren Garten zu bestimmen. Es gilt: Eine Falle pro 25 Quadratmeter. Das heißt, dass Sie für 500 Quadratmeter zum Beispiel 20 Fallen benötigen, um sinnvoll und effizient gegen die Wühlmäuse vorzugehen.