Andere Schädlinge im Garten – was unterscheidet den Maulwurf von der Wühlmaus

Da auch der Maulwurf als Schädling für den Garten gilt, ist die Verwechslungsgefahr durchaus hoch. Zumal beide Tierarten Erdhaufen aufwühlen. Aber es gibt einen Grund, warum Sie sich absichern sollten, ob der Hügel vom Maulwurf oder der Wühlmaus stammt. Während die Wühlmaus bekämpft werden kann, unterliegen Maulwürfe dem Bundesartenschutzgesetz. Das heißt, Maulwürfe dürfen weder vertrieben, noch gefangen oder getötet werden. Aber schon anhand des Erdhaufens kann erkannt werden, welches Tier hier sein Unwesen treibt:

Der Erdhaufen der Wühlmaus

  • Das Loch im Erdhaufen einer Wühlmaus befindet sich seitlich versetzt.
  • Der Erdhügel ist oft durchsetzt mit Pflanzenresten und Wurzeln.
  • Die aufgeschüttete Erde ist nicht so hoch wie beim Maulwurf.
  • Die Erdhaufen der Wühlmaus sind eher unauffällig, seltener und in unregelmäßigen Abständen sichtbar.
  • Die Gänge sind hochoval und mindestens 8 Zentimeter breit.

Der Erdhaufen des Maulwurfs

frische Maulwurfshuegel

Große Haufen in regelmäßigen Abständen deuten auf einen Maulwurf hin.

  • Das Loch im Erdhaufen eines Maulwurfs befindet sich in der Mitte unter dem Haufen.
  • Im Erdhügel findet man nicht selten Insektenreste, aber keine Pflanzenreste oder Wurzeln.
  • Der Maulwurf schüttet relativ hohe Erdhügel auf, die kuppelförmig sind.
  • Die Erdhaufen des Maulwurfs sind in regelmäßigen Abständen sichtbar und sehr weit verbreitet.
  • Die Gänge sind kleiner als bei der Wühlmaus, zudem auch runder.

Wichtig zu wissen: Der Maulwurf ist eigentlich kein Schädling. Er ist eher ein Störenfried. Aber Maulwürfe sind Insektenfresser, schädigen den Menschen nicht und vernichten in der Regel auch keine Pflanzen auf ihrer Futtersuche. Eigentlich ist der Maulwurf sogar recht nützlich, weil er viele Schädlinge in Form von Insekten frisst. Er stört nur, weil er auf seinem unterirdischen Weg Erde aufhäuft und im schlechtesten Fall die Wurzeln von Pflanzen beschädigen kann. Besonders der optische Faktor ist jedoch für viele Gartenbesitzer ein Dorn im Auge.

Andere Methoden zur Unterscheidung

Wenn Sie sich nach der Ansicht der Hügel noch immer nicht sicher sind, ob eine Wühlmaus oder ein Maulwurf in Ihrem Garten haust, haben Sie zwei weitere Möglichkeiten zur Bestimmung. Dabei handelt es sich um:

  1. die so genannte Verwühlprobe
  2. das Auslegen eines Köders.

Bei der Verwühlprobe wird das Gangsystem an einer beliebigen Stelle geöffnet. Handelt es sich beim Tunnelgräber um eine Wühlmaus, wird das „Loch“ im Gang sehr schnell wieder verschlossen (meist innerhalb von drei Stunden). Ein Maulwurf wird sich für die Öffnung nicht interessieren und einen neuen Gang anlegen, statt den alten wieder instand zu setzen.

Wenn Sie einen Köder auslegen wollen, greifen Sie am besten zu einer Möhre (Karotte). Diese legen Sie in die Öffnung eines Ganges. Die gefräßigen Wühlmäuse werden das Wurzelgemüse binnen kurzer Zeit angeknabbert haben. Ist die Karotte hingegen auch nach Stunden noch intakt, handelt es sich bei Ihrem Mitbewohner wahrscheinlich um einen Maulwurf. Der interessiert sich als Insektenfresser nicht für Gemüse.

Wenn Sie wissen, dass es sich um eine Wühlmaus handelt, können Sie Fallen zur Bekämpfung einsetzen. Bei Unsicherheit sollten Sie lieber auf Buttersäure oder Karbid zurückgreifen, um nicht eventuell einen Maulwurf zu schädigen.