Wühlmaus

Wühlmäuse, sind anders als die meisten Nager, nicht nachtaktiv. Sie sind abgesehen von einigen Schlafphasen dauerhaft aktiv. Und das auch im Winter! Denn die Wühlmäuse halten keinen Winterschlaf. Wenn die Bodenverhältnisse stimmen, sind sie in den kalten Monaten ebenso aktiv wie im Frühjahr und im Sommer. Dabei ernähren sie sich ganzjährig von Knollen, Wurzeln und Zwiebeln von Ziergehölzen, Obstbäumen und Kräutern und auch vom Blattwerk von Gemüse und Zierpflanzen. Sie gelten als sehr gefräßig und schädlich. Laut Studien nehmen die kleinen Tiere ungefähr 100 Gramm Pflanzenteile täglich zu sich.

Fruchtbar und mehret sich

Und ebenso aktiv wie beim Fressen sind sie auch in der Fortpflanzung. Wühlmäuse sind äußerst fruchtbar und vermehren sich besonders zwischen März und Oktober rasend schnell. In diesem Zeitraum kann eine Maus bis zu 20 Junge bekommen. Umso schneller kann es im heimischen Garten zu einer Plage der Wühlmäuse kommen. Da sie unterirdisch in weit verzweigten Gangsystemen leben, ist es oft schwer, das Ausmaß auszumachen. Diese Gangsysteme können bis zu 100 Meter lang und bis zu 30 Zentimeter tief sein. Die Lebenserwartung liegt bei durchschnittlich zwei Jahren.

Welche Schäden richten Wühlmäuse an?

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Je nach Größe der Population können die Schäden an Pflanzen massiv sein. (Foto © Holger Casselmann, Lizenz CC BY-SA 3.0)

So klein die Wühlmäuse auch sind, die Schäden, die sie anrichten, können durchaus groß werden. Die Mäuse fressen am liebsten Wurzeln von Zierpflanzen und Obstbäumen, Möhren, Sellerie und Zwiebeln. Die Schäden äußern sich an den Pflanzen durch Knollen- und Wurzelfraß sowie Rhizom. Besonders Wurzelschäden sind gefährlich, da betroffene Pflanzen schnell absterben können. Die meisten Schäden durch Benagen und Fressen sind an Obstbäumen, Obststräuchern, Ziergehölzen, Gemüsepflanzen und Blumenzwiebeln sichtbar.

Obstbauern aufgepasst

Junge Bäume, mit Vorliebe Apfelbäume, sind stark gefährdet, wenn eine Wühlmaus in der Nähe ist. Die entstandenen Schäden werden in der Regel erst im Frühjahr entdeckt. Die Wühlmäuse widmen sich ihrer „Beute“ oft unbemerkt im Winter und den kalten Monaten. Im Frühjahr zeigen sich die Schäden, wenn Bäume, Sträucher und andere Pflanzen plötzlich kaum oder gar nicht mehr austreiben. Zudem sitzen die betroffenen Pflanzen durch den Wurzelfraß nicht mehr fest im Boden und können leicht herausgezogen werden. Sichtbar wird der Schaden zum Beispiel bei angenagten Wurzeln, die aussehen, als seien sie angespitzt.

Tipp: Um die jungen Pflanzen vor den gefräßigen Nagern zu schützen, können Drahtkäfige um die Wurzeln gelegt werden. Somit werden die Wühlmäuse vom Fressen abgehalten, bis die Pflanze kräftig ist.

Wühlung und Nahrung

Die Wühltätigkeit der Mäuse kann ebenfalls schädlich sein. Sie zerstört Grasnarben und begünstigt das Wachsen von Unkraut an betroffenen Fehlstellen. Die aufgewühlten Hügel sowie die eingesunkenen Wühlmausgänge sind eine akute Unfallquelle. Wühlmäuse sind daher ein nahezu nie versiegender Quell des Ärgernisses für den Gartenfreund. Sie können ganze Ernten vernichten, Jungpflanzen vom Prosperieren abhalten oder den gesamten Garten mit unansehnlichen Löchern, die darüber hinaus auch noch als Stoperfallen dienen, überziehen.

Verzagen Sie nicht,  schon viele Hobbygärtner haben dieses Problem gehabt. Daher gibt es die unterschiedlichsten Methoden, wie eine Wühlmaus bzw. eine ganze Wühlmauspopulation bekämpft werden kann. Lesen Sie weiter, um mehr über die einzelnen Methoden zu erfahren.

Alle Informationen rund um die Wühlmaus

Auf unseren Seiten bekommen sie verschiedene Informationen, die Ihnen im Kampf gegen die Wühlmaus helfen sollen. Sie erfahren auf unseren Seiten zum Beispiel, welche Arten von Wühlmäusen in unseren Breiten heimisch sind. Wir bringen Ihnen dabei auch diejenigen Arten näher, welche sich tatsächlich in die Quere von Gartenbesitzern stellen.

Aufgrund der Lebensweise der kleinen (oder auch größeren) Nager gedeiht bei vielen Gartenfreunden der Wunsch, die Tiere loszuwerden. Je nach persönlicher Vorliebe sowohl des Menschen als auch der Tiere zeitigen diese Methoden unterschiedliche Ergebnisse. Wir stellen Ihnen verschiedene Methoden vor. Sind Sie bereits so genervt, dass Sie den Tieren nach dem Leben trachten, beleuchten wir die Vor- und Nachteile verschiedener Fallenarten. Möchten Sie die Tiere jedoch schonend vertreiben, bietet sich der Einsatz von Buttersäure oder Karbid an.